Erläuterung zu den Gewitter-Prognose-Karten
Zur Beurteilung des Gewitterrisikos werden werden zwei Parameter eingesetzt: Der "Lifted Index" und der "Cape".
Eine gute Erklärung habe ich in folgendem Forum gefunden:
Forumsbeitrag
Cape (J/kg) und Lifted Index (°C) sind ein relatives Maß für die - nennen wir sie mal - "Aufschiessfähigkeit" der Atmosphäre.
Je höher das Cape, desto mehr Energie steckt in der Luft und desto eher und höher könnten die Wolken bei einem Hebungsantrieb (Sonneneinstrahlung, Bergkante, Kaltfront etc.) in die Höhe schießen.
Ähnlich beim Lifted Index. Der LI ist ein Maß für den Temperaturunterschied eines aufsteigenden Luftpaketes im Verhältnis zur Umgebungsluft in ca. 5000 m Höhe. Vereinfacht rechnet das Modell einfach die Temperatur der Umgebungsluft minus die Temperatur des aufsteigenden Luftpaketes. Ist das Ergebnis negativ, so ist die Umgebungsluft kälter als die Thermikblase, d.h. diese Warmluftblase wird weiter aufsteigen. Das wird sie umso "explosiver" und höher tun, je weiter der LI im Minusbereich liegt. Und umso höher ist die Wahrscheinlichkeit von Gewittern.
Hier noch eine kleine Tabelle:
| Lifted Index | Ereignis |
|---|---|
grösser as 0 |
Gewitter unwahrscheinlich |
0 bis -3 |
Gewitter möglich |
-3 bis -5 |
Gewitter wahrscheinlich |
-5 bis -7 |
Starke Gewitter zu erwarten |
kleiner als -7 |
Schwere Gewitter zu erwarten |
Allerdings: Man sollte CAPE und LI nicht als absolute Prognosekarten deuten. Mehr als Hinweis auf erhöhte Achtsamkeit. D.h.: Bei einem Cape >400 und einem negativen LI würde ich vor und beim Fliegen die Augen noch häufiger zur Wolkenentwicklung am Himmel richten.